Juse Ju & GrGr // Tobias Ginsburg // Lesung+Konzert


Freitag, 14. Juni 2019 18:00   Preis: 3-5  €


Es geht wieder los! Das Festival contre le racisme steht schon in den Startlöchern! Am 14.06.2019 geht es ab 18 Uhr los mit einer Lesung von und mit Tobias Ginsburg über sein Debüt "Die Reise ins Reich". Danach sorgt Radius 92,1 dafür, dass der Abend noch nicht vorbei ist, bis dann Juse Ju auf die Bühne kommt und eure Köpfe zum nicken bringen wird. Wer danach noch Energie hat, kann zu feinstem Electropunk von GrGr abgehen.

Es wird keinen Kartenvorverkauf geben, ihr könnt aber schon vor der Lesung (da ist der Eintritt frei) Karten für das anschließende Konzert kaufen.

Die Lesung
"Die Reise ins Reich. Von Reichsbürgern und rechtsextremen Verschwörungstheorien - Vortrag, Lesung & Diskussion"
Die Reichsbürger – das sind verführte Irre und böse Verführer, Sektierer, Rechtsradikale und Hetzer hinter konservativer Fassade. Sie alle glauben an eine Weltverschwörung gegen das deutsche Volk und bekämpfen diesen vermeintlichen Feind. Der jüdische Autor und Regisseur Tobias Ginsburg begab sich für sein Buch undercover unter Reichsbürger. Er besuchte quer durch Deutschland verschiedene Gruppierungen, wurde Untertan eines Königreichs, machte mit bei Plänen zum Sturz der BRD GmbH und für ein germanisches Siedlungsprojekt in Russland. Er lernte gewaltbereite Neonazis und friedensbewegte Esoteriker kennen, aber auch Biedermänner, von denen manche heute für die AfD im Bundestag sitzen. 'Die Reise ins Reich' ist Reportage, Sachbuch und aberwitzige Abenteuergeschichte zugleich. Sie liefert kuriose, komische und bedrückende Auskünfte über eine Bedrohung, die längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat.
Tobias Ginsburg, geboren 1986 in Hamburg, ist Autor und Regisseur. Er studierte Dramaturgie an der Bayrischen Theaterakademie und der LMU München. Seit 2007 schreibt und inszeniert er Theaterstücke, wobei politische und gesellschaftliche Themen im Vordergrund seiner mehrfach ausgezeichneten Texte, Arbeiten und oft aufwendigen Recherchen stehen. Im März 2018 erschien mit „Die Reise ins Reich“ sein Buchdebut.

Das Konzert:

Juse Ju
1989: In einem kleinen, grünen Holzhaus in Tokio sitzt ein 6-Jähriger aus Süddeutschland und hört zum ersten Mal in seinem Leben Public Enemy. Aufgelegt von seinem großen Bruder auf dessen Billig-Plattentellern im gemeinsamen 12qm Kinderzimmer. Schnitt. 29 Jahre später ist dieser Junge aka JUSE JU selbst eine Größe in der deutschen Indie-Rapszene im Dunstkreis der Antilopen Gang, Fatoni, Dexter und Edgar Wasser. Am 16.März erschien JUSE JUs neues Album „Shibuya Crossing“. Die Quintessenz seiner wechselhaften Geschichte und Weltsicht. Die Produzenten der Platte (Dexter, Torky Tork, Yourz u.a.) kombinieren 2017er Grooves mit dem warmen Klang von Samples und echten Instrumenten. So schaffen sie einen State of the Art Sound, der sich von der Bi-Polarität von Trap-Synthie-Sound und klassischem Boom Bap in Deutschland absetzt. Juse lässt Introspektiven zu, die man sich einer höher-reicher-besser Szene eigentlich nicht erlauben kann. Die bissige Ironie und Battleattitüde der Vorgänger-Mixtapes wird um ein offenes Visier erweitert.
www.juseju.de/ https://www.facebook.com/Juseju// www.youtube.com/watch

GrGr – So viel Zeit (2019)
Reflektier deinen Alltag! Für sein neues Album hat sich GrGr „So viel Zeit“ genommen. Raus aus der Resignation hin zur Reflektion und Rebellion. Die bekannte Mischung aus Gameboy Sounds, Gitarre und Synthies fügt sich zu einer Mischung aus Wave und Synth-Pop mit punkigen Elementen, die genau weiß was sie will und doch verloren im Nichts schwebt.
Kapitalistische Verwertungslogiken? GrGr nutzt seine Zeit lieber um herauszufinden wie er die umgehen kann, statt sich ständig zu optimieren um unablässig einsatzbereit, produktiv und effizient zu sein. Einfach treiben lassen und seine Zeit genießen. Am Ende verarbeitet GrGr seine Erlebnisse der letzten vier Jahre auf dem sehr persönlichen Album – Herzschmerz, Fantasie, Blödsinn – alles ist vertreten.
Mit seinem Album reißt GrGr seine Fans mit, bringt sie zum Nachdenken und zwischendrin hat er einfach Spaß.
Sein persönliches Glück hat GrGr in der Musik gefunden – und bis er sich nicht mehr mit Verwertungslogiken rumärgern muss, spielt er weiter Konzerte und produziert weiter Hymnen für die Rebellion!
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